Cantata Burlesque

in honor of Carl Heinrich von Dieskau as new Lord of the Manor at Klein-Zschocher

1. Overture

2. Aria (Duet) S B
With our new Overseer
It’s a whole new routine;
He gives us beer that goes to your head,
That’s the kernel and essence of it.
The priest can frown as much as he likes;
Musicians, be at the ready!
Mieke already swishes her skirt,
The lively little thing.

3. Rezitativ B S
Bass
Nu, Mieke, gib dein Guschel immer her;
Sopran
Wenn's das alleine wär.
Ich kenn dich schon, du Bärenhäuter,
Du willst hernach nur immer weiter.
Der neue Herr hat ein sehr scharf Gesicht.
Bass
Ach! unser Herr schilt nicht;
Er weiß so gut als wir, und auch wohl besser,
Wie schön ein bisschen Dahlen schmeckt.

3. Recitative B S
Bass
Now, Mieke, give me a smooch;
Sopran
If that was all you wanted!
I know you, old bearhide,
You’d be wanting more soon.
Our new boss has a sharp eye.
Bass
Oh! He doesn’t mind;
He knows as good as us, and even better,
How nice a little fling tastes.

4. Arie S
Ach, es schmeckt doch gar zu gut,
Wenn ein Paar recht freundlich tut;
Ei, da braust es in dem Ranzen,
Als wenn eitel Flöh und Wanzen
Und ein tolles Wespenheer
Miteinander zänkisch wär.

5. Rezitativ B
Der Herr ist gut: Allein der Schösser,
Das ist ein Schwefelsmann,
Der wie ein Blitz ein neu Schock strafen kann,
Wenn man den Finger kaum ins kalte Wasser steckt.

4. Aria S
Oh, but it does feel awfully good,
When a couple makes all nice and cosy;
Wow, what a quaking in the belly,
As if fleas and bugs
And a crazy beehive
Were squabbling all together.

5. Recitative B
Our boss’s a good guy: but the tax-man,
He’s a brimstone fellow,
Who can hit you with a fine like lightning
If you scarcely dip your finger in the water!

6. Arie B
Ach, Herr Schösser, geht nicht gar zu schlimm
Mit uns armen Bauersleuten üm!
Schont nur unsrer Haut;
Fresst ihr gleich das Kraut
Wie die Raupen bis zum kahlen Strunk,
Habt nur genung!

7. Rezitativ S
Es bleibt dabei,
Dass unser Herr der beste sei.
Er ist nicht besser abzumalen
Und auch mit keinem Hopfensack voll Batzen zu bezahlen.

6. Aria B
Ah, Mister Tax-man, don’t be all so mean
With us poor country-folk!
Spare us our hides;
If you’ve got to gnaw our cabbage
Down to the bare stem like a weevil,
Let that be enough!

7. Recitative S
But it’s still true
That our boss is the greatest.
You couldn’t design a better master,
Though you’d drop a sack of pennies.

8. Arie S
Unser trefflicher,
Lieber Kammerherr
Ist ein kumpabler Mann,
Den niemand tadeln kann.

8. Aria S
Our most-excellent,
Loveable Overseer
Is a good fellow and a buddy,
Who no one can find fault with.

9. Rezitativ B S
Bass
Er hilft uns allen, alt und jung.
Und dir ins Ohr gesprochen:
Ist unser Dorf nicht gut genung
Letzt bei der Werbung durchgekrochen?
Sopran
Ich weiß wohl noch ein besser Spiel,
Der Herr gilt bei der Steuer viel.

9. Recitative
Bass
He helps out all folks, old and young.
And let me just say one thing in your ear:
Didn’t our village squeak through OK
Last time during the assessment?
Soprano
I know a better game than that;
Our boss gets a lot out of those fees.

1. Ouverture

2. Arie (Duett) S B
Mer hahn en neue Oberkeet
An unsern Kammerherrn.
Ha gibt uns Bier, das steigt ins Heet,
Das ist der klare Kern.
Der Pfarr' mag immer büse tun;
Ihr Speelleut, halt euch flink!
Der Kittel wackelt Mieken schun,
Das klene luse Ding.

10. Arie S
Das ist galant,
Es spricht niemand
Von den caducken Schocken.
Niemand redt ein stummes Wort,
Knauthain und Cospuden dort
Hat selber Werg am Rocken.

10. Aria S
It’s a pretty thing,
That no one peeps
About those unpaid fees;
Nobody says a single word,
While Knauthain and Cospuden over there
Have actual holes in their clothes.

11. Rezitativ B
Und unsre gnädge Frau
Ist nicht ein prinkel stolz.
Und ist gleich unsereins ein arm und grobes Holz,
So redt sie doch mit uns daher,
Als wenn sie unsersgleichen wär.
Sie ist recht fromm, recht wirtlich und genau
Und machte unserm gnädgen Herrn
Aus einer Fledermaus viel Taler gern.

11. Recitative B
Oh, and our nice Boss-lady
Is not the teensiest-bit snooty,
And just like us she’s made of solid stuff;
So she talks with us common folk
As if she was one of us.
She’s a fair dealer, good-hearted and direct,
And for our nice Boss-man she can turn
Even a cheap coin into lots of money.

12. Arie B
Fünfzig Taler bares Geld
Trockner Weise zu verschmausen,
Ist ein Ding, das harte fällt,
Wenn sie uns die Haare zausen,
Doch was fort ist, bleibt wohl fort,
Kann man doch am andern Ort
Alles doppelt wieder sparen;
Laßt die fünfzig Taler fahren!

12. Aria B
Choking fifty dollars
Of cold hard cash down a dry gullet
Is a tough thing to swallow,
While they pat us on the head.
But what’s gone is gone;
If a guy can double that sum
In a different place,
Then let the fifty dollars go!

13. Rezitativ S
Im Ernst ein Wort!
Noch eh ich dort
An unsre Schenke
Und an den Tanz gedenke,
So sollst du erst der Obrigkeit zu Ehren
Ein neues Liedchen von mir hören.

13. Recitative S
Let’s get serious a moment!
Before I head over
To the tavern
And think of nothing else but dancing,
I want you to hear the new little song
I wrote for our boss.

14. Arie S
Klein-Zschocher müsse
So zart und süße
Wie lauter Mandelkerne sein.
  In unsere Gemeine
  Zieh heute ganz alleine
  Der Überfluss des Segens ein.

14. Aria S
Klein-Zschocher’ll be
All sweet and tender
Like a piece of almond-candy;
  Around here
  A whole bunch of good stuff
  Will come to us today.

15. Rezitativ B
Das ist zu klug vor dich
Und nach der Städter Weise;
Wir Bauern singen nicht so leise.
Das Stückchen, höre nur, das schicket sich vor mich!

15. Recitative B
That’s pretty clever of you,
And just like they do it in the city;
Us peasants don’t sing so dainty.
Now listen to this one, by me!

16. Arie B
Es nehme zehntausend Dukaten
Der Kammerherr alle Tag ein!
  Er trink ein gutes Gläschen Wein,
  Und lass es ihm bekommen sein!

16. Aria B
Ten thousand ducats, that’ll be the take
Of our Overseer every day!
   He’ll drink a nice glass of wine,
   And I hope it suits him fine!

17. Rezitativ S
Das klingt zu liederlich.
Es sind so hübsche Leute da,
Die würden ja
Von Herzen drüber lachen;
Nicht anders, als wenn ich
Die alte Weise wollte machen:

17. Recitative S
That one sounds too folksy.
With all these fancy people here,
They’ll surely
Laugh their guts out;
no different than if I
sang that old ditty:

18. Arie S
Gib, Schöne,
Viel Söhne
Von artger Gestalt,
Und zieh sie fein alt;
Das wünschet sich Zschocher und Knauthain fein bald!

18. Aria S
Pretty lady,
Have lots of sons
Who look real fine,
And bring them up good;
That’s what Zschocher and Knauthain would like!

19. Rezitativ B
Du hast wohl recht.
Das Stückchen klingt zu schlecht;
Ich muss mich also zwingen,
Was Städtisches zu singen.

19. Recitative B
Yeah, you’re right.
My little piece sounded bad;
I should also make myself
Sing something more high-class.

20. Arie B
Dein Wachstum sei feste und lache vor Lust!
Deines Herzens Trefflichkeit
Hat dir selbst das Feld bereit',
Auf dem du blühen musst.

20. Aria B
Have lots of profit and tons of fun!
Your terrific spirit
Has gotten your fields in shape,
So that they’ll produce right good.

21. Rezitativ S B
Sopran
Und damit sei es auch genung.
Bass
Nun müssen wir wohl einen Sprung
In unsrer Schenke wagen.
Sopran
Das heißt, du willst nur das noch sagen:

21. Recitative S B
Soprano
OK, let that be enough!
Bass
Now we should take a leap
Over to our tavern!
Soprano
You mean, you want to say this:

22. Aria S
Und dass ihr's alle wisst,
Es ist nunmehr die Frist
Zu trinken.
Wer durstig ist, mag winken.
Versagt's die rechte Hand,
So dreht euch unverwandt
Zur linken!

22. Aria S
And since everyone’s got it now,
There’s nothing left to do
But drink.
If you’re thirsty, just wave;
If your right hand’s busy,
Than just use
Your left!

23. Rezitativ B S
Bass
Mein Schatz, erraten!
Sopran
Und weil wir nun
Dahier nichts mehr zu tun,
So wollen wir auch Schritt vor Schritt
In unsre alte Schenke waten.
Bass
Ei! hol mich der und dieser,
Herr Ludwig und der Steur-Reviser
Muß heute mit.

23. Recitative B S
Bass
You guessed it, honey!
Soprano
Since there’s
Nothing more to do here,
We should mosy our way
Over to our old tavern.
Bass
Hey! bring them other two along,
Mister Ludwig and the tax-man
Gotta come too.

24. Chor S B
Wir gehn nun, wo der Dudelsack
In unsrer Schenke brummt;
  Und rufen dabei fröhlich aus:
  Es lebe Dieskau und sein Haus,
  Ihm sei beschert,
  Was er begehrt,
  Und was er sich selbst wünschen mag!

24. Chorus S B
Let’s go, where the bagpipe
Whines away in our pub;
 And we’ll shout out gleefully:
 Long live Dieskau and his family,
 We hope he gets
 Everything he wants,
 And even what he might not dream of!

Christian Friedrich Henrici (Picander) 1742

©Pamela Dellal

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